Tierbesitzer nutzen Video-Sprechstunden

Wie kommt das Smartphone auf den Hund?

Sie als langjährige Inhaberin oder Inhaber einer Tierarztpraxis haben schon so einiges gesehen. Aber jetzt mit Ihrem Team am Computer Online-Sprechstunden anbieten und Ferndiagnosen stellen – geht das nicht ein bisschen zu weit?

Viele Tierbesitzer sind da anderer Meinung: Sie sind es inzwischen gewohnt, alles, was ihnen im Leben wichtig ist, über das Internet zu bekommen. Vom Hosenkauf bis zur Partnervermittlung findet alles im virtuellen Raum statt. Online-Banking sowieso. Nur wenn der Dalmatiner Durchfall hat, muss er immer noch von Herrchen ins Auto gepackt und in einem mit vielen anderen Tiergerüchen behafteten Wartezimmer oder in Corona-Zeiten vor der Tür mit anderen Mitpatienten warten, bis der Doktor Zeit hat.

Die Konkurrenz heißt Dr. Google

Vor allem Tierbesitzer, die der sogenannten Generation der „Digital Natives“ angehören, also heute 35 Jahre oder jünger sind, und für die das Smartphone ein selbstverständliches Kommunikationsmittel für alle Lebensbereiche geworden ist, akzeptieren das immer weniger. Weite Anfahrtswege, lange Wartezeiten – das war gestern. Also wird erstmal Dr. Google befragt, wenn es dem vierbeinigen Liebling schlecht geht. Mit mäßigem Erfolg. Relativ harmlose Fälle werden von der Community überbewertet, dramatische Fälle womöglich verharmlost. Auch erstmal abzuwarten, ist ein gern gegebener Rat von wohlmeinenden Tierbesitzern in Internet-Foren. Das kann schwerwiegende Folgen haben. Denn die Entscheidung, wie die beobachteten Symptome zu deuten sind, kann nur ein erfahrener Tierarzt treffen. Schwarmintelligenz im Netz hin oder her.

Diesem Dilemma abzuhelfen, kann ein wichtiger Grund für die Durchführung von Online-Sprechstunden durch erfahrene Tierärztinnen und Tierärzte sein. Wie das geht? Die Tierhalterin, die sich Sorgen um ihr Tier macht, meldet sich per Smartphone, Tablet oder PC für einen zeitnahen Beratungstermin an, erklärt Ihnen beim vereinbarten Gespräch, worin das Problem besteht, und Sie schauen sich am PC direkt live oder mithilfe von Fotos an, was den Vierbeiner plagt.

Der digital vernetzte Tierhalter landet also mit seinem Bedürfnis nach Rat und Hilfe nicht bei irgendwelchen selbsternannten Foren-Experten, sondern kann zuverlässig das Fachwissen eines Tiermediziners in Anspruch nehmen. Dass die Bezahlung anschließend auch gleich per App erfolgt, macht die Sache für alle Beteiligten rund.

Leichtsinn pur: Medikamente aus dem Internet

Der Kontakt mit einem approbierten Tierarzt oder einer Tierärztin ist aber noch aus einem ganz anderen Grund gerade für unerfahrenere Tierhalter äußerst wichtig. Nicht nur für Menschen, auch für Tiere können inzwischen Medikamente in Online-Apotheken bestellt werden. Ohne fachkundige Klärung der Diagnose wird da fröhlich nach Gutdünken oder auf gut Glück die Katze entwurmt, dem Kaninchen gegen die hochansteckende Räude ein im Internet entdecktes Spray verabreicht oder gar mit wie auch immer zusammengesetzten Tropfen die Gelenkentzündung der Retriever-Dame behandelt. Ganz sicher nicht im Sinne des Tierwohls!

Das, worüber alle, die wissen, was sie an einem zuverlässigen Tierarzt haben, den Kopf schütteln, ist für die Smartphone-Generation zunehmend Alltag: Das Vertrauen in die Informationen aus dem Internet ist leider oft grenzenlos – gefährlich.

Modischer Schnickschnack oder zukunftsorientierte Innovation?

Um diese internetaffine Klientel für Ihre Praxis oder Tierklinik zu gewinnen bzw. zu erhalten, sollte Telemedizin ein unverzichtbarer Bestandteil Ihres Servicespektrums werden. Damit wäre dem tierischen Patienten ebenso geholfen wie dem beunruhigten Tierbesitzer. Sie als Tierärztin oder Tierarzt machen sich wiederum auch bei einem neuen Kundenkreis bekannt, der den Weg in Ihre Praxis erst einmal zu umständlich findet – und das Smartphone zückt.

Wenn sich bei der Video-Konsultation, bei der Sie wichtige Parameter abfragen und sich ein Bild vom tatsächlichen Problem machen können, dann doch herausstellt, dass ein Besuch in der Praxis notwendig ist, wird das Mensch-Tier-Duo den Weg in Ihre Praxissprechstunde mit Sicherheit auf sich nehmen. Und dort erhält der Patient eine eingehende klinische Untersuchung, die richtige Behandlung und gegebenenfalls die notwendige Medikation in der korrekten Dosierung.

Auch der digitale Weg beginnt mit dem ersten Schritt

Langfristig wird Kundenbindung und -gewinnung ohne moderne Technologie kaum noch realisierbar sein: Die Zukunft ist ohne Digitalisierung nicht mehr zu denken. Die beste Strategie? Von Anfang an dabei sein und selbst mitbestimmen, wo es in Ihrer Praxis in Zukunft langgeht und wofür Sie sich ganz persönlich engagieren. tierarzt-online.org, die digitale Plattform von Tierärzten für Tierärzte, unterstützt Sie dabei, den Weg in die Telemedizin zu beschreiten. Melden Sie sich mit dem Kontaktformular auf der Website tierarzt-online.org an und erhalten Sie alle Informationen darüber, wie Sie die Telemedizin in Ihre Praxis oder Klinik integrieren und das Serviceangebot für Ihre Kunden erweitern können.