Telemedizin: Abrechnung nach GOT

Guter Rat ist nicht teuer – und nicht umsonst

Die telefonische Beratung von Tierbesitzerinnen und Tierbesitzern findet im normalen Praxisalltag nicht selten „nebenher“ statt. Demzufolge fällt sie oft kostenlos aus, weil es sich irgendwie nicht lohnt, für vier Minuten Sprechen über Bellos juckende Ohren eine Rechnung zu stellen.

Wenn solche Zwischendurch-Anfragen sich aber häufen, kommt da einiges an Zeitaufwand zusammen – Zeit, die in der abrechenbaren Praxisarbeit fehlt. Die Gebührenordnung für Tierärzte (GOT) ist nun allerdings nicht so angelegt, dass sie den niedergelassenen Tierärztinnen und Tierärzten großen Spielraum für kostenlos erbrachte Dienste lässt.

Online-Sprechstunden bieten daher eine ideale Möglichkeit, auch am Telefon oder PC geleistete Arbeit abrechnen zu können – und zwar über die Nummer 10 (Beratung im einzelnen Fall ohne Untersuchung [auch schriftlich oder fernmündlich] bzw. 11 (Eingehende Anamneseerhebung oder Beratung) der GOT. Durch einen klar geregelten Ablauf der Beratung per Video-Chat wissen die Tierhalter ebenso wie die teilnehmenden Tierärztinnen und Tierärzte, welcher Service genutzt und wie dieser honoriert wird.

Wie funktioniert Telemedizin über die App von tierarzt-online.org genau?

Der Ablauf ist standardisiert und ganz einfach aufgebaut:

  • Eine Tierbesitzerin vereinbart beispielweise über den Online-Kalender einen zeitnahen Termin für die Video-Sprechstunde,
  • bespricht zur vereinbarten Zeit mit dem ausgewählten Tierarzt oder der Tierärztin die Beschwerden ihres Tieres und
  • bezahlt direkt nach dem Gespräch über den automatischen Online-Bezahldienst. Die persönlichen Daten für die Zahlungsmodalitäten hat sie bereits bei der Anmeldung per App hinterlegt.

Selbstverständlich erhält die Nutzerin der Online-Dienstleistung eine individuelle Rechnung, und zwar direkt vom behandelnden Tierarzt.

Überzeugend für Tierbesitzer: Mehrwert ohne Aufpreis

Sie bieten mit Online-Sprechstunden aus Sicht der Tierhalter einen Service mit großem Mehrwert. Gerade in ländlicheren Gebieten ist der Einzugsbereich einer Tierarztpraxis oder Tierklinik oft groß. Die Tierbesitzer kommen von weit her – und erwarten selbstverständlich, dass Sie sich viel Zeit für ihren Schützling nehmen. Und das Tier, das nach einer langen Anfahrt auch noch gestresst im Wartezimmer zittert, soll nun besonders aufmerksam und gründlich untersucht werden. Und zwar unabhängig davon, ob Sie schon bei der Allgemeinuntersuchung sehen, worin das Problem, das den tierischen Liebling plagt, besteht, oder ob eine weiterführende klinische Untersuchung angezeigt ist. Verständlich, aber im Hinblick auf eine funktionierende Praxis kaum möglich – und vor allem nicht abrechenbar. 

Sich den Anfahrtsweg möglicherweise zu sparen und für die fachkundige Beratung trotzdem nicht mehr zu bezahlen als bei einem Praxisbesuch, ist für Tierhalter ein gewichtiges Argument für die Nutzung Ihres Telemedizin-Angebots. Das transparente Abrechnungsverfahren der Video-Sprechstunde schafft auf Seiten des Tierhalters zudem ein hohes Maß an Vertrauen, das sich langfristig in einer guten Kundenbindung niederschlägt. 

Überzeugend für Tierärztinnen und Tierärzte: ein Abrechnungsbeispiel

Abgerechnet wird wie schon erwähnt genau wie in der analogen Praxis nach GOT und dabei kann zwischen dem 1,5-fachen bis zum 4-fachen Satz gewählt werden.

Ein Beispiel: Die Beratung ohne Untersuchung kann bei Berechnung nach dem einfachen Satz mit 7,04 Euro angesetzt werden, die Zeitgebühr schlägt bei einem 15-minütigen Gespräch mit 16 Euro zu Buche. Macht 23,04 Euro netto für eine viertelstündige Beratung. Wenn statt dem einfachen der von den Anbietern von tierarzt-online.org empfohlene 1,8-fache Satz zugrunde gelegt wird, kostet eine 15-minütige Online-Beratung durch eine erfahrene Tierärztin oder einen erfahrenen Tierarzt den Tierbesitzer 41,47 Euro zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer.

Für die Nutzung des Online-Systems von tierarzt-online.org sowie der Finanzdienstleistung für die Abrechnung entstehen für die teilnehmenden Veterinäre Gebühren in Höhe von 14 Prozent des Netto-Rechnungsbetrags zzgl. MwSt. In unserem Beispiel mit dem 1,8-fachen Satz wären das 5,80 Euro netto an Gebühren. Was bleibt? Nach der Beratung können Sie 35,67 Euro als Ertrag verbuchen – und haben der besorgten Tierbesitzerin Ihre volle Aufmerksamkeit geschenkt, statt sie zwischen zwei Patienten mal schnell einschieben zu müssen. Eine perfekte Win-Win-Situation!

Geregelt: die Abrechnung des Notdienstes

Ach ja, und dann sind da noch die Notdienste … Wer kennt nicht die nächtlichen Anrufe panischer Tierbesitzer, weil sich beispielsweise die Labradorhündin das Ohr blutig gekratzt hat. Die gute Nachricht: Dank einem bundesweit angebotenen Telemedizin-Dienst muss das nicht mehr sein. Die Notdienst-Tierärztin bzw. der Notdienst-Tierarzt ist online verfügbar und kann per Video-Chat beraten, ob es sich um einen Notfall für die nächstgelegene Tierklinik handelt oder ob der Tierbesitzer erst einmal selbst etwas tun kann, um dem tierischen Patienten bis zum nächsten Tag Linderung zu verschaffen kann.

In jedem Fall ist auch hier die Abrechnung genau geregelt. Für den Notdienst nach 18 Uhr bis zum nächsten Morgen um 8 Uhr und am Wochenende wird durch den Bezahldienst automatisch mit Faktor 2 abgerechnet und zusätzlich die Notdienstgebühr von 50 Euro erhoben.

Unbezahlbar: eine perfekt funktionierende Dienstleistung

Wenn auch Sie überzeugt sind, dass ein Online-Angebot in Ihrem Leistungsspektrum nicht fehlen sollte, nehmen Sie mit uns Kontakt auf. tierarzt-online.org, die Plattform von Tierärzten für Tierärzte, bietet die perfekte Infrastruktur, um schnell und problemlos in die Telemedizin einzusteigen. Wie das genau funktioniert, erklärt Ihnen Tierarzt Christian J. Gabrielse, Gründer von tierarzt-online.org, gern in einem persönlichen Gespräch. Melden Sie sich einfach über das Kontaktformular an und erhalten Sie Informationen zu allen wichtigen Fragen rund um das Angebot von tierarzt-online.org.